top
logo

Presse


Home
Villa zieht positive Bilanz des HaLT-Projektes 2009


Tauchen beim Risiko-Check 
Das Präventionsprojekt HaLT zur Vermeidung des so genannten „Komatrinkens“ bei Jugendlichen zeigt im Landkreis Lörrach eine erfreuliche Entwicklung. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin im St. Elisabethenkrankenhaus konnte ein hoher Anteil der betroffenen Jugendlichen erreicht werden. Die Ärzte informieren zeitnah das HaLT-Team in der Villa Schöpflin und jemand fährt direkt in die Klinik, oft auch am Wochenende.

Foto: Tauchen beim Risiko-Check

Im Jahr 2009 wurden so über 70 Einzelgespräche mit den Jugendlichen und ihren besorgten Eltern durchgeführt. Ein Großteil der Jugendlichen nahm zusätzlich an einem eineinhalbtägigen Gruppenangebot, dem „Risiko-Check“ teil, geleitet von der Diplompädagogin Sabine Lang. Ziel ist, dass Jugendliche im Umgang mit Alkohol wichtige Informationen erhalten, ihre Grenzen besser kennen lernen und somit mehr Verantwortung für sich und andere übernehmen. Zum Gruppenangebot gehört auch, den Kick einmal anders zu erleben, beim Tauchen, Klettern oder im Hochseilgarten. Dass Jugendliche von diesem Angebot profitieren, zeigt die Aussage von Anni, 15 Jahre: „Ich trinke nicht mehr aus der Flasche, vor allem nichts Hochprozentiges mehr und ich achte nun auf mein Körpergefühl, dass mir sagt, jetzt ist genug.“

Erfreulich ist, so Heidi Kuttler, Projektleiterin und Initiatorin von HaLT, dass die Zahl der Klinikeinweisungen im Jahr 2009 in Lörrach erstmals seit Jahren gesunken ist, während sie im Bundesgebiet weiter ansteigt. 2008 mussten im Kreis noch 81 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung behandelt werden, 2009 waren es „nur“ 67 Betroffene, 36 davon waren Mädchen. Allerdings bilden die Klinikzahlen nicht wirklich das eigentliche Problem ab, so Kuttler. Eine erhöhte Sensibilität im Umgang mit gefährlichem Alkoholkonsum führt beispielsweise dazu, dass heute ein Arzt gerufen wird, wo man früher einen Betrunkenen einfach liegen ließ. „Seit bekannt ist, dass ein schwerer Alkoholrausch tödlich enden kann, reagieren Jugendliche aber auch Außenstehende sensibler und organisieren ärztliche Hilfe, das ist ja eine gute Entwicklung.“

Prävention muss allerdings auch im Vorfeld geschehen und nicht erst, wenn das Kind bereits halb in den Brunnen gefallen ist. Deshalb bietet die Villa Schöpflin Schulungen zur Alkoholprävention für Festveranstalter, Sportvereine, Schulen und Auszubildende im Einzelhandel an. „Erwachsene sollen Verantwortung übernehmen und Vorbild sein und beispielsweise das Jugendschutzgesetz strikt einhalten“ nennt Iris Wurmbauer zentrale Ziele von HaLT. Das Interesse und das Engagement von Veranstaltern im Landkreis ist mittlerweile hoch. So hat Iris Wurmbauer im letzten Jahr 56 Präventionsveranstaltungen mit über 700 Teilnehmenden durchgeführt. Die Veranstalter und die Polizei als wichtiger Kooperationspartner berichten von deutlichen Erfolgen: alkoholbedingte Probleme sind bei gut vorbereiteten Veranstaltungen stark zurück gegangen.

Infos:
Heidi Kuttler
Tel.: 07621 / 914 909 1
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

bottom

Powered by Joomla!. Gestaltung: Science Communication - Lutterbüse + Pfluger.