Überre­gional - Max & Min@

Die Zwillinge Max und Mina sind in der fünften Klasse und wünschen sich ein Smartphone. Allerdings möchten ihre Eltern, dass sie sich zuerst mit den Vor- und Nachteilen der (Neuen) Medien auseinandersetzen. Dabei soll die Klasse sie unterstützen.

Diese Geschichte begleitet die Schülerinnen und Schüler der fünften bzw. sechsten Klassenstufe durch den Klassenworkshop des Projektes zur kultursensiblen, universellen Prävention problematischer Mediennutzung - „Max & Min@“. Neben diesem Workshop für die Schulklassen besteht das Projekt aus einer Elternveranstaltung, die die Schülerinnen und Schüler selbst gestalten und einer Fortbildung für Lehrkräfte.

Das Projekt ist in allen Schul­formen, auch sonderpädagogi­schen Einrich­tungen, einsetzbar und zeichnet sich zusätzlich durch mehrspra­chige Materialien für Eltern aus.

Struktur des Projektes

Ziele des Projektes

  • Erwerb und Erweiterung von Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern
  • Prävention von exzessiver Mediennutzung und (Cyber-)Mobbing
  • Schaffen einer Brücke zwischen Medienbildung in der Schule und der Medienerziehung im Elternhaus

Entwicklung

„Max & Min@“ wurde von der Villa Schöpflin gGmbH unter Einbezug von Lehrkräften, Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rinnen und Schul­so­zi­al­ar­beitern sowie Medienpädagoginnen und Medienpädagogen etc. entwi­ckelt und wird von der KKH Kaufmännische Kranken­kasse gefördert.

Aktueller Stand

Nach einer Pilot­phase 2017 im Landkreis Lörrach startete Ende Januar 2018 die bundes­weite Modell­phase mit der ersten „Max & Min@“-Modera­toren/innen-Schulung. Dabei wurden insgesamt zwölf Präventi­ons­fachkräfte und Schul­so­zi­al­ar­beiter/-innen aus fünf verschie­denen Bundesländern ausge­bildet. Diese setzten das Projekt bis Ende Juni 2018 mindestens zweimal in den Schulen ihrer Region um. Parallel fand die Evaluation durch ein unabhängiges Evalua­ti­ons­in­stitut aus Köln/Berlin statt.

Die Ergebnisse der Evaluation sind durchweg positiv. Bei der Zielgruppe Schüler/-innen belegen die Daten einen Wissenszuwachs beim Thema exzessive Mediennutzung und (Cyber-)Mobbing und liefern Hinweise auf Verhaltensänderungen im Umgang mit den Neuen Medien. Die Zielgruppe der Eltern gibt in der Evaluation an, durch die Teilnahme an der Elternveranstaltung zur Reflexion der eigenen Mediennutzung sowie der Mediennutzung in der Familie angeregt worden zu sein. Ein Großteil der Lehrkräfte bestätigt, dass sie durch die Teilnahme an der Fortbildung für Lehrkräfte nicht nur die Faszination von Kindern und Jugendlichen für (Neue) Medien besser verstehen können, sondern auch über die Themen Internet-/Computerspielabhängigkeit und (Cyber-)Mobbing (besser) informiert sind.

Aufgrund der guten Evalua­ti­ons­er­geb­nisse wird die KKH Kaufmännische Kranken­kasse die weitere bundes­weite Verbreitung des Projektes ab 2019 fördern. Die Villa Schöpflin gGmbH entwi­ckelt hierzu aktuell ein Train-the-Trainer-Konzept. Mithilfe des Train-The-Trainer-Konzeptes werden Präventi­ons­fachkräfte zu Traine­rinnen und Trainern geschult, die wiederum in ihrer Region Präventi­ons­fachkräfte und Schul­so­zi­al­ar­beiter/-innen zu „Max & Min@“–Modera­to­rinnen und Modera­toren ausbilden. Diese führen anschließend „Max & Min@“ selbständig durch und stehen in engem Kontakt zu den Traine­rinnen und Trainern bzw. Fachstellen, die sie geschult haben. Die erste Quali­fi­zie­rungs­schulung für Trainer/-innen wird voraus­sichtlich im Herbst 2019 statt­finden.

 

Kontakt:

Franziska Zehner (M.A.)<br>(Präventionsfachkraft)

Franziska Zehner (M.A.)
Präventionsfachkraft

Telefon: 07621-914909-6
E-Mail: