„freii“
ein innovatives, softwarebasiertes Programm zur Prävention von Internetnutzungsstörungen (INS)
freii lädt zu einem Abenteuer ein, um Medien und Freizeit in Einklang zu bringen.
Auf ihrer Reise werden die Teilnehmenden von vier unterschiedlichen Guides begleitet – sie entscheiden selbst, wer sie durch das Abenteuer führt. Erklärvideos und Familienchallenges werden von Eckart von Hirschhausen moderiert und sorgen für Motivation, Orientierung und gemeinsame Reflexion.
Auf einen Blick
Die freii App ist ein 21-Tage-Programm für Jugendliche (11–15 Jahre) und ihre Eltern/weitere Erziehende.
Dauer: 21 Tage, Jugendliche und Eltern bearbeiten täglich kurze Challenges (3–7 Minuten) – mal individuell, mal gemeinsam.
Im Setting Schule wird ein Eröffnungsworkshop (90 Min.) und ein Abschlussworkshop (90 Min.) ergänzt.
Setting: Schule, Familie, Freizeit
Werden Sie einen Blick auf die freii-Webseite.
Ziele & Zielgruppen
freii ist ein Programm zur Prävention von Internetnutzungsstörungen und richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren sowie deren Eltern und andere Erziehende.
freii…
- …motiviert Kinder und Jugendliche durch individuelle und gemeinsame Herausforderungen zu einer autonomen Mediennutzung und ausgeglichenen Freizeitgestaltung.
- …vermittelt Familien auf unterhaltsame und verständliche Art und Weise Wissen.
- …durch gezielte Kommunikation im Umgang mit den Medien innerhalb der Familie wird gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. So können unnötige Diskussionen über die Mediennutzung verhindert werden.
- …erklärt Risiko- und Schutzfaktoren hinsichtlich INS.
- …verweist auf das regionale Hilfesystem.
Umsetzung
Ein Ziel von freii ist es, wissenschaftlich fundierte Präventionsbotschaften zur Vermeidung von Internetnutzungsstörungen auf unterhaltsame und verständliche Weise zu vermitteln. Dabei werden komplexe Zusammenhänge in einfachen Erklärclips mit Eckart von Hirschhausen veranschaulicht.
freii fördert eine ausgewogene Mediennutzung in Familien und trägt somit wesentlich zur Prävention von Internetnutzungsstörungen bei. Die Interaktion mit freii ist überwiegend auf die Freizeit beschränkt. Ergänzend wurde ein Modul für das Setting Schule entwickelt, um die Thematik Prävention von Internetnutzungsstörungen vertiefend zu behandeln. Im Rahmen dieses Moduls können zentrale Botschaften von freii vermittelt werden, auch wenn Schülerinnen und Schüler nicht an dem 21-tägigen Programm teilnehmen. Die Schule ist ein wichtiger Ort für die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen.
Schulungen
Sie sind Präventionsfachkraft, Lehrkraft oder Fachkraft der Schulsozialarbeit und möchten sich zur Umsetzung von freii schulen lassen?
Die zweitägigen Qualifizierungsschulungen lernen Sie freii kennen und bekommen alle alle wichtigen Informationen und Materialien zur eigenständigen Umsetzung.
Sie können sich im Bereich Veranstaltungen auf dieser Website für die jeweiligen Schulungen anmelden.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das freii Team.
Gefördert durch die Schöpflin Stiftung und Beisheim Stiftung
Entwicklung & Evaluation
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Grüsser Sinopoli-Ambulanz für Spielsucht Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Das Projekt freii wurde im ersten Halbjahr 2024 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wissenschaftlich begleite. Dabei wurden die Prinzipien der formativen Evaluation verfolgt. Hierbei geht es im Gegensatz zur summativen Evaluation nicht so sehr um die Wirksamkeit, sondern vorrangig um die Verbesserung einer Maßnahme.
Die zu behandelnden Fragestellungen der Evaluation fokussierten die Umsetzbarkeit des Projekts sowie die Akzeptanz in den Zielgruppen, um auf Basis der Ergebnisse Optimierungs- und Weiterentwicklungsvorschläge im Rahmen eines Endberichts generieren zu können. Hierfür wurde ein Mixed-Methods-Design verfolgt, bei dem qualitative Interviews und quantitative Erhebungen kombiniert wurden.
Nach der Weiterentwicklung startete im Frühjahr 2025 die Durchführung einer Effektstudie. Hierbei steht die summative Evaluation im Vordergrund, die zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Intervention dient. Nach der Evaluation sollen differenzierte Aussagen über die Effekte des Programms getroffen werden können.
Um einen möglichst großen Erkenntnisgewinn über die Effekte zu erzielen, wird eine Prä-/Posterhebung in der Interventionsgruppe durchgeführt. Somit kann zum Beispiel eine Veränderung von Wissen oder der Kommunikation in der Familie objektiv gemessen werden. Die Effektstudie wird vom Bundesministerium für Gesundheit für diesen Zeitraum gefördert.
Projektteam
Kontakt
Daniel Ott
Telefon: 07621-914909-5
E-Mail: daniel.ott(at)villa-schoepflin.de
