Aus Sicht der Villa Schöpflin lässt sich die Frage nach einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten.
Momentan sind Kinder und Jugendliche den Gefahren, die mit Social-Media-Plattformen einhergehen (Gewalt, Hass, etc.) ausgeliefert. Präventive Angebote und die Förderung von Medienkompetenz können diese Herausforderungen bislang nicht flächendeckend auffangen. Auch Eltern und Bezugspersonen stoßen in der Medienerziehung an ihre Grenzen.
Im Sinne einer Teilhabe sollte es nicht in erster Linie darum gehen, Kinder und Jugendliche auszuschließen, sondern die Betreiber der Plattformen dazu zu verpflichten, ihre Angebote – siehe Digital Service Acts (DSA) – so zu gestalten, dass Kinder und Jugendliche geschützt werden können.
Momentan besteht die Gefahr, dass ein Social-Media-Verbot als Feuerlöscher fungiert.
Aus Sicht der Prävention gilt als nachhaltiges Ziel, alle Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche in einer angemessen regulierten Medienlandschaft zu einer selbstbestimmten und verantwortungsvollen Mediennutzung zu befähigen.
Zusätzlich müssen Eltern und Bezugspersonen in der Medienerziehung sowie auch Institutionen in der Medienbildung unterstützt werden, denn altersgerechte Regeln und Verbote, eingebettet in Gespräche und Beziehung, bieten Schutz und Orientierung.
Stand März 2026
