Überregional - Cannabis - quo vadis

Ein Instrument der universellen Prävention zur Förderung von Risikokompetenz

Ein Workshop, der sich seit einigen Jahren bundesweit in der Praxis bewährt hat, ist der in seiner Wirksamkeit evaluierte (GEB mbH Freiburg, 2006) und von der Villa Schöpflin gGmbH – Zentrum für Suchtprävention - mit Sitz in Lörrach entwickelte interaktive Präventionsworkshop/Parcours „Cannabis – quo vadis?“.

 

Was thematisiert der Workshop?

Cannabis - quo vadis?“ ist ein interaktiver Workshop, der Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren anhand von sechs Themenstationen fachlich fundierte und sachliche Informationen zum Thema Cannabis vermittelt. Bestehende Mythen wie „Kiffen ist gesünder als Rauchen“ und andere Fehlinformationen werden korrigiert. Zudem werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops unter anderem über mögliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr aufgeklärt. Während des Workshops setzen sich die Jugendlichen auch mit ihrer eigenen Biografie auseinander, indem sie mögliche Auswirkungen des Cannabiskonsums mit Lebensentwürfen fiktiver Personen in Zusammenhang stellen. Auch Situationen zu Hause und in der Schule werden durchgespielt und diskutiert. Zusätzlich wird ein Perspektivenwechsel mit Eltern und Lehrerinnen und Lehrern angeregt. Abschließend erhalten die Teilnehmenden Informationen über das Hilfesystem in deren Region.

 

Die Themenstationen

1. Wissensvermittlung

2. Cannabis und das Gesetz/Cannabis im Straßenverkehr

3. aktuelle Konsumzahlen

4. Biografiekarten

5. Elternreaktionen

6. Rollenspiel für das Setting Schule

 

Was sind die Hauptziele des Workshops?

  • Jugendlichen sollen über die vielfältigen Auswirkungen des Cannabiskonsums interaktiv aufgeklärt werden.
  • Nichtkonsumentinnen und Nichtkonsumenten werden in ihrer Haltung gestärkt.
  • Konsumentinnen und Konsumenten werden motiviert, ihren Konsum zu reflektieren.
  • Es werden einheitliche und glaubwürdige Informationen und Präventionsbotschaften vermittelt.
  • Eine konstruktive und kritische Diskussion der Jugendlichen untereinander wird angeregt.
  • Informationen über persönliche Ansprechpartner/-innen an Schulen und Hilfsangebote von Beratungsstellen in der Region werden vermittelt.
  • Transparenz und Klarheit zu rechtlichen Fragen in Verbindung mit Cannabis werden geschaffen.
  • Regeln rund um Cannabis in Schule und im Elternhaus werden thematisiert.

 

An welche Zielgruppe richtet sich der Parcours?

Der Präventionsparcours ist für Schulklassen (empfohlen für die Klassenstufen acht bis zehn) oder Jugendgruppen in anderen Settings (z. B. Jugendzentren, offene Jugendhilfe) ab einer Gruppengröße von zehn bis 35 Personen geeignet und kann mit der dazugehörigen Methodenbox durchgeführt werden.

 

Wie viel Zeit benötige ich zur Umsetzung des Workshops?

Für die Umsetzung des interaktiven Workshops sind 120 Minuten vorgesehen. Die Vorbereitungszeit beträgt etwa fünf bis zehn Minuten.

 

Moderatorinnen- und Moderatorenschulung

Präventionsfachkräfte und Schulsozialarbeiter/-innen, welche in der Prävention tätig sind, können sich von der Villa Schöpflin in einem eintägigen Workshop zu „Cannabis – quo vadis?“-Moderatorinnen und -Moderatoren fortbilden lassen. Die Methodenboxen können über die Villa Schöpflin erworben werden.

 

"Cannabis - quo vadis?"-Moderatorinnen und Moderatoren in Deutschland

Alle Standorte mit den Kontaktdaten der Moderatorinnen und Moderatoren aus dem gesamten Bundesgebiet können der interaktiven Karte entnommen werden.

Interaktive Karte geschulter Moderatorinnen und Moderatoren in Deutschland

Kontakt:

Daniel Ott (B.A.)<br>(Stellvertretende Leitung Präventionsfachkraft)

Daniel Ott (B.A.)
Stellvertretende Leitung Präventionsfachkraft

Telefon: 07621-914909-5
E-Mail: