Überregional - Cannabis - quo vadis

Ein Instrument der universellen Prävention zur Förderung von Risikokompetenz

Ein Workshop, der sich seit einigen Jahren bundesweit in der Praxis bewährt hat, ist der in seiner Wirksamkeit evaluierte (GEB mbH Freiburg, 2006) und von der Villa Schöpflin gGmbH – Zentrum für Suchtprävention - mit Sitz in Lörrach entwickelte interaktive Präventionsworkshop/Parcours „Cannabis – quo vadis?“.

 

Was thematisiert der Workshop?

„Cannabis – quo vadis?“ ist ein interaktiver Workshop, welcher den Teilnehmenden anhand von sechs Stationen fachlich fundierte und sachliche Informationen zum Thema Cannabis vermittelt. Bestehende Mythen wie z. B. „Kiffen ist gesünder als Rauchen“ und andere Fehlinformationen werden korrigiert. Zudem werden die Teilnehmenden des Workshops unter anderem über mögliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr aufgeklärt. Während des Workshops setzen sich die Jugendlichen auch mit ihrer eigenen Biografie auseinander, indem sie mögliche Auswirkungen des Cannabiskonsums mit Lebensentwürfen fiktiver Personen in Zusammenhang stellen. Auch Situationen zu Hause und in der Schule werden durchgespielt und diskutiert. Zusätzlich wird ein Perspektivenwechsel mit Eltern/Bezugspersonen sowie Lehrkräften angeregt. Abschließend erhalten die Teilnehmenden Informationen über das Hilfesystem in deren Region.

 

Die einzelnen Stationen im Überblick:

Station 1         Informationen

Station 2a       Cannabis und das Gesetz

Station 2b       Cannabis im Straßenverkehr

Station 3         Cannabiskonsum in Zahlen

Station 4         Die Biografien von Marie und Paul

Station 5         Perspektivenwechsel

Station 6         Cannabis und Schule

 

Was sind die Ziele des Workshops?

  • Jugendliche sollen über die vielfältigen Auswirkungen des Cannabiskonsums aufgeklärt werden.
  • Es werden einheitliche und glaubwürdige Informationen und Präventionsbotschaften vermittelt.
  • Transparenz und Klarheit zu rechtlichen Fragen in Verbindung mit Cannabis werden geschaffen.
  • Nichtkonsumentinnen und Nichtkonsumenten werden in ihrer Haltung gestärkt.
  • Konsumentinnen und Konsumenten werden motiviert, ihren Konsum zu reflektieren.
  • Eine konstruktive und kritische Diskussion der Jugendlichen untereinander wird angeregt.
  • Informationen über persönliche Ansprechpartner/-innen an Schulen und Hilfsangebote von Beratungsstellen in der Region werden vermittelt.

Wissenschaftlich fundierte und einheitliche Präventionsbotschaften regen Jugendliche zu einer kritischen Auseinandersetzung an und können Einstellungs- bzw. Verhaltensänderungen beeinflussen.

 

An welche Zielgruppe richtet sich der Workshop?

Der Präventionsparcours ist für Schulklassen (empfohlen für die Klassenstufen acht bis zehn) oder Jugendgruppen in anderen Settings (z. B. Jugendzentren, offene Jugendhilfe) ab einer Gruppengröße von zehn bis 35 Personen geeignet und kann mit der dazugehörigen Methodenbox durchgeführt werden.

 

Wie viel Zeit benötige ich zur Umsetzung des Workshops?

Für die Umsetzung des interaktiven Workshops sind 120 Minuten vorgesehen. Die Vorbereitungszeit beträgt etwa fünf bis zehn Minuten.

 

Qualifizierungsschulung

Interessierte Präventionsfachkräfte und Schulsozialarbeiter/-innen, welche in der Prävention tätig sind, können sich in einer eintägigen Schulung zu „Cannabis – quo vadis?“-Moderatorinnen und -Moderatoren fortbilden lassen.

Für die spätere Durchführung des Workshops wird eine „Cannabis – quo vadis?“-Methodenbox benötigt, die Teilnahme an der Schulung ist jedoch nicht an den Kauf einer Methodenbox gekoppelt. Liegt bereits eine Methodenbox vor, mit der gearbeitet werden kann, verpflichtet die Teilnahme nicht zum Kauf. Die Bestellung einer „Cannabis – quo vadis?“-Methodenbox ist nur nach Teilnahme an einer Schulung möglich.

 

"Cannabis - quo vadis?"-Moderatorinnen und Moderatoren in Deutschland

Alle Standorte mit den Kontaktdaten der Moderatorinnen und Moderatoren aus dem gesamten Bundesgebiet können der interaktiven Karte entnommen werden.

Interaktive Karte geschulter Moderatorinnen und Moderatoren in Deutschland

 

Aktuell:

Dank zusätzlicher finanzieller Mittel des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), die der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Verfügung gestellt werden, kann „Cannabis – quo vadis?“ zum einen durch die Villa Schöpflin unter Einbindung des Moderatorinnen-/ Moderatoren-Netzwerkes inhaltlich aktualisiert und erweitert werden. Zum anderen kann das Institut für Therapie und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) hinsichtlich der Neuerungen eine Evaluation vornehmen.

 

Kontakt:

Daniel Ott (B.A.)<br>(Stellvertretende Leitung Präventionsfachkraft)

Daniel Ott (B.A.)
Stellvertretende Leitung Präventionsfachkraft

Telefon: 07621-914909-5
E-Mail: